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Impulse aus der Praxis

Transport von Bewehrung

Bei der Bewehrungsplanung wird häufig nicht an die Transportmöglichkeiten gedacht. Grundsätzlich sollten die vertraglich vereinbarten Transportmaße zwischen Baustelle und Lieferant eingehalten werden. Aus Erfahrung sind folgende Maße üblich, sollten jedoch immer mit der Baustelle und dem Bewehrungslieferanten abgestimmt werden.

Übliche Transportmaße

Maß Standard Mit Standardtransport möglich
Transportbreite ca. 2,20 m bis ca. 2,40 m
Transportlänge ca. 12 m bis ca. 15 m

Bei der Kombination von L-förmigen Bewehrungsstäben, bei denen beide Schenkel > 2,40 m sind, kann die Bewehrung zur Not mit Spezialaufliegern (Innenlader) transportiert werden (s. Bild). Dies verursacht i.d.R. jedoch Mehrkosten.

Beispiele

  • L-Schenkel < 2,40 m × 12 m → Standardtransport möglich
  • L-Schenkel > 2,40 m × 12 m → Transport mit Innenlader erforderlich (Mehrkosten!)

Arbeitssicherheit im Stahlbetonbau

Auf dieser Seite möchte ich einige Punkte teilen, die für Planer und Ausführende hilfreich sein können, um Risiken zu minimieren und die Sicherheit zu erhöhen. Ich freue mich über weitere Vorschläge und Rückmeldungen, um hier eine wachsende Sammlung praxisnaher Hinweise und Empfehlungen aufzubauen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und Baustellen sicherer zu machen.

Anschlussbewehrung

Beim Absturz von Personen besteht die Gefahr, dass herausragende Anschlussbewehrungen zu schweren Verletzungen führen, indem sie die Person aufspießen. Um dieses Risiko zu verringern, können Bewehrungsanschlüsse – erfahrungsgemäß sinnvoll bis zu einem Durchmesser von Ø14 mm – mit einem Endhaken versehen werden. Dadurch lässt sich die Schwere möglicher Verletzungen deutlich reduzieren. Es ist jedoch zu beachten, dass Endhaken das Einbringen und Verdichten des Betons beeinträchtigen können. Deshalb sollte die Anschlussbewehrung bei dieser Lösung nicht zu dicht angeordnet sein. Je nach Wanddicke haben sich Abstände von etwa a ≥ 10 cm bewährt.

Abbildung: Anschlussbewehrung mit Endhaken

Absturzsicherung bei hohen Bodenplatten

Bei Bodenplatten mit einer Höhe ab ca. 1,0 m besteht die Gefahr, dass Personen beim Verlegen der oberen Bewehrungslage abstürzen. Eine einfache und bewährte Lösung ist die Verlegung von Q-Matten (erfahrungsgemäß reichen Q188-Matten) unterhalb der statisch erforderlichen Bewehrung. Durch die verschweißten Stäbe der Matten wird verhindert, dass einzelne Bewehrungsstäbe wegrollen. So entsteht eine stabilere Arbeitsfläche, die das Risiko von Abstürzen deutlich reduziert.

Abbildung: Auszug Bewehrungsplan mit Darstellung Q-Matte


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